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Verwendest Du noch Eier in der Küche?Drucken

Ob Omas Gugelhupf oder Mutters Lieblingskuchen – all das geht auch ohne Eier. Viele von uns bezeichnen sich als Gewohnheitstiere, wobei – wenn es um Eier geht, wird die liebgewonnene Gewohnheit eher zu einer Last.

Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Entfachen des (Begeisterungs) Feuers, z.B.: für vegane Ernährung.

Seit ca. 6 Jahren gibt es die China Study von Prof. T. Campbell auf dem Markt, woraus eindeutig hervorgeht, welche Ernährungsform für Menschen artgerecht ist: nämlich die vollwertige Pflanzenkost.

Dazu ein passendes Buch und spannende Dokumentation:

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Die Beweislast ist erdrückend – selbst die offiziellen Ernährungsorganisationen wie die American Dietetic Association (ADA), die größte Organisation von Ernährungswissenschaftlern und -Beratern in den USA, anerkennen die Fakten und sprechen von einer gesundheitsfördernden Ernährungsform. Auf diese Anerkennung wartete der Veganismus nahezu 100 Jahre, denn so lange gibt es bereits wissenschaftliche Beweise dafür.

Somit möchte ich an dieser Stelle zeigen, wie so manche Tradition (es geht hier um Eier) leicht und einfach ersetzbar ist und zu „Begeisterungsfeuer“ wird. Zunächst müssen wir die verschiedenen Teige unterscheiden, denn es wird nicht nur Süßes gebacken – aber beginnen wir damit:

Reife Banane Bei süßem Gebäck reicht es eine halbe reife Banane pro zu ersetzendes Ei beizumengen. Natürlich macht das nur dann Sinn, wenn das Rezept sonst auch mit dem Banane-Geschmack zusammenpasst.

Sojamehl
Ein Esslöffel Sojamehl mit 1-2 Esslöffeln Wasser angerührt ersetzt ein Ei in der Rezeptur. Allerdings muss man wissen, dass Sojamehl etwas nussig schmeckt und wer es lieber neutraler haben will, der nimmt Stärkemehl.

Apfelmus
Das ist eine Super-Alternative für saftige Teige wie Muffins oder ähnliche Kuchenteige. Drei Esslöffeln (ca. 80 Gramm) ersetzt ein Ei in der Rezeptur. Der süß-säuerliche Geschmack der Äpfel verflüchtigt sich fast zur Gänze beim Backen und passt somit für viele Rezepturen.

Leinsamen
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Für würzige Gebäck- und Brotteige bietet sich gemahlener Leinsamen an. Zwei Esslöffeln von der gesunden Ölsaat reichen um ein Ei zu ersetzen.

Es gibt noch ein Ei-Ersatzpulver in verschiedenen Ausführungen, das ich persönlich aber nicht empfehle, denn solch ein Pulver „wächst nicht auf den Bäumen“, somit hat das wenig mit der Natur gemeinsam.

Wir sind nun einmal ein Teil der Natur und sollten das ganz schnell verinnerlichen und mit ihr gemeinsam in Harmonie leben. Das bedeutet in der Ernährung: soweit es geht naturbelassene Lebensmitteln zu wählen und nach Möglichkeit bei unseren Biobauern einzukaufen. Viel Erfolg!

 

Quellen:

  • Nicole Just / La Veganista
  • Björn Moschinski / Hier & Jetzt Vegan
  • Andrea Opitz / Köstliche Lebenskraft
  • Celine Steen und Joni Marie Newman / Vegan Kochen
  • Reformhauskurier Juni 2013

 

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Kommentare

2 Responses to “Verwendest Du noch Eier in der Küche?”

  1. Silvia sagt:

    Danke für die Infos die ich gerne noch ergänzen möchte:
    für leichte Sommerkuchen verwende ich Maisstärke und für salzige Speisen wie z.B.: Kartoffelpuffer, Kartoffelstärke. Für Palatschinken nehme ich ersatzweise einfach prickelndes Mineralwasser. Bin offen für weitere Ideen …