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Glutenunverträglichkeit – was ist das?Drucken

Diese Form der Unverträglichkeit ist sehr verbreitet und bleibt oft lange unerkannt. Gluten ist ein harmloses Eiweiß, genau gesagt Klebereiweiß, welches hauptsächlich in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel sowie Hafer vorkommt. Unbeachtet bzw. unbehandelt kann sich eine leichte Unverträglichkeit zu einer ausgewachsenen Zöliakie entwickeln und das ist keine leichte Erkrankung!

Das harmlose Eiweiß Gluten, welches manche Menschen nicht vertragen, führt im Darm zu Entzündungen und zur Schädigung der Darmzotten, was wiederum Durchfall, Verstopfung oder Blähungen, sowie Bauchschmerzen nach sich ziehen kann.

Die Situation verschlimmert sich durch die Mangelversorgung mit Vitalstoffen, welche sich aufgrund  der entzündlichen Prozesse einstellt. Dadurch kann der Körper diese wichtigen Stoffe schlechter oder gar nicht aufnehmen – insbesondere Vitamine  (B12, B9) und Mineralstoffe.

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Eine unentdeckte Zöliakie kann weitreichende Folgen wie Depression, Osteoporose, schlechtere Durchblutung, Störungen des Wachstums nach  sich ziehen und nicht zu vergessen sind die ständigen Darmrevolutionen.

Warum Zöliakie?

Die Ursachen für die Gluten-Unverträglichkeit ist nicht unbedingt in der Psychologie zu suchen – wie manche meinen. Viel mehr hat das mit der Qualität und der Verarbeitung der Getreide zu tun. Heute essen wir gänzlich andere Getreide-Sorten als z.B.: noch vor 100 Jahren unsere Vorfahren. Die Genmanipulation sowie die „modernen“ Behandlungs- und Aufbewahrungsmethoden scheinen uns nicht gut zu bekommen.

…unser tägliches Brot gib uns heute…

Bis zum XIX Jhd. wurde Weizen meistens mit anderen Getreidesorten und Nüssen, sowie Bohnen gemischt. Das war kein Brot wie wir es heute kennen. Es war eine feste Masse, die auch Wochen gehalten hat. Zugegeben – um sich die Zähne nicht zu brechen, musste man dieses Brot in die Suppe eintauchen.

Weißes Brot war eher eine Ausnahme. Weißes Brot von heute ist leider ein industrialisiertes Produkt aus Auszugsmehlen und dadurch wertlos! Alles was Wertvoll am Korn war, hat man schon vorher entfernt und an die Tierzüchter verkauft.

Warum macht man das so?

Weil das Getreide haltbar gemacht werden muss (Gewinnmaximierung) und solange die Randschichte am Korn noch dran ist wird es nicht lange halten. Dieser Prozess ist an sich positiv zu sehen, denn damit haben wir das sichere Zeichen, dass die Nahrung lebendig ist. Kaputt werden kann nur etwas, was noch Lebenskräfte in sich hat. Das geschälte Korn ist unbegrenzt haltbar aber tot. Wenn wir totes Zeug essen, sollten wir uns nicht wundern, dass die Gesundheit bzw. die Stimmung nicht passt?

Einen möglichen Verdacht auf Zöliakie kann man mittels Blutuntersuchung relativ gut abklären. Allerdings bevor Du zum Arzt gehst, kannst Du es relativ leicht selbst herausfinden, indem Du für ca. 14 Tage das Gluten aus der täglichen Nahrung ausschließt und beobachtest ob die Symptome verschwinden oder nicht.

Holzkästchen mit Koch- und BackzutatenEine gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass Zöliakie bei 95% der Betroffenen heilbar ist. Vorausgesetzt wir halten eine glutenfreie und vegane Diät. Dadurch erhält der Körper die Möglichkeit sich zu erholen und mittels der Homöostase selbst alles zu regulieren.

Was kann gegessen werden?

Da gibt es Vieles – jede Menge Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Reis, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Mais, Amarant, Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Soja, Nüsse uvm.

Solltest Du der Meinung sein, dass all das genannte nicht ausreicht bzw. Du weißt nichts damit anzufangen, so wäre ein Besuch bei einem Ernährungsberater sinnvoll.

Zu berücksichtigen sind natürlich allgemeine Richtlinien der Ernährung – bei mir unter Soforttipps für mehr Wohbefinden – zum Nachlesen.

 

(1) Jean-Claude Alix / Es geht um Ihren Darm

(2) http://www.zoeliakie.or.at/

(3) Green PH, Neugut AI, Naiyer AJ, Edwards ZC, Gabinelle S, Chinburapa V. Economic benefits of increased diagnosis of celiac disease in a national managed care population in the United States. J Insur Med. 2008;40(3-4):218-28.

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