Prev
Next

Getreide & SeinesgleichenDrucken

Getreide ist seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel für die Menschen, aber es gibt viele Sorten, die Unterschiedliches im Körper bewirken. Daher ist er ratsam, sich zu überlegen was, wann und wie viel davon gegessen werden soll. Volles Korn beinhaltet Unmengen an Vitalstoffen, Mineralien, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, welche für unser Wohlbefinden unerlässlich sind.  

Diesen Beitrag wirst Du in Zukunft unter Menüpunkt ERNÄHRUNG / Warenkunde bei uns finden.

 

 

Weizen

Weizen

– ist die älteste Getreidegattung. Durch die umfangreiche kulturelle Bearbeitung ist die heutige Weizenpflanze verändert. Auf diesem Wege hat sie spezielle Eigenarten verloren. Durch die heute übliche mühlentechnische Verarbeitung zu Weißmehl, die eine Abtrennung von Randschichten und Keimling mit sich bringt, entsteht ein nicht zu vertretender Verlust an Inhaltsstoffen. So gewonnenes Mehl ist lange haltbar, was die Wirtschaft erfreut. Ein Vollkornmehl hält sich nicht so lange, ist aber dafür lebendig dank einer Unmenge von organischen Mineralstoffen und Vitaminen. 

  

Kamut Kamut

– ist ein uralter Verwandter des heutigen Hartweizens und stammt ursprünglich aus dem alten Ägypten, wo er schon vor Jahrtausenden angebaut wurde. Er wird auch als Kronschatz der Pharaonen genannt, da er 1948 in einer Grabstätte bei Dashare in einer Steinkiste gefunden wurde. Im Laufe der Jahre wurden weltweit viele verschiedene neue Sorten durch Züchtungen und Kreuzungen hervorgebracht. Leider wird das heutzutage ausschließlich im Hinblick auf Massenertrag durchgeführt, das heißt eigentlich auf Kosten von Nährwert, Geschmack und Umwelt. Glücklicherweise wurde 1977 eine Musterprobe der damaligen Wiederentdeckung gefunden und man begann mit der biologischen Vermehrung dieses wertvollen Getreides. Seit 1990 wird der Name KAMUT als eingetragenes Markenzeichen weltweit gesetzlich geschützt und als „neue“ Sorte anerkannt. Eine gründliche Nährstoffanalyse konnte vorweisen, dass der Kamut das energiereichste Getreide schlechthin ist. Neben einem hohen Gehalt an Mineralstoffen, essentiellen Aminosäuren und deutlich mehr an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren hat er das Spurenelement Selen.

 

 

DinkelDinkel

– ist ein Urkorn, das zu den ältesten Getreidearten der Menschheit gehört. Die Vorteile des Dinkels gegenüber anderen Getreidesorten betreffen hauptsächlich die einzelnen Inhaltsstoffe die sich nicht nur in der Schale sondern auch im Korn befinden. Er besitzt Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Vitalstoffe (Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette) und gespeicherte Sonnenenergie in hoher Konzentration und ist daher sehr wertvoll in der menschlichen Ernährung.

 

KuskusKuskus

– wird ebenso wie Bulgur aus Hartweizen gewonnen. Man nutzt dazu Hartweizengrieß, der zu kleinen Kügelchen geformt, vorgekocht und getrocknet wird. Couscous ist ein leicht bekömmliches Getreide und gut für Menschen mit empfindlicher Verdauung geeignet.

 

 

  

 

Bulgur

Bulgur

– zur Herstellung wird der Weizen zunächst vorgekocht, dann getrocknet, entspelzt und grob gebrochen. Er benötigt nur eine kurze Zubereitungszeit und wird daher gern in der schnellen Küche eingesetzt. Da Bulgur sehr gut verträglich ist, eignet er sich auch für die Ernährung kleiner Kinder, älterer oder empfindlicher Menschen.

 

GrünkernGrünkern

– ist Dinkel allerdings unreif geerntet. In der Wachstumsphase sind die Dinkelkörner noch grün und der innere Mehlkörper ist milchig weiß und halbfest. Er wird bei 120°C getrocknet bzw. mild geröstet und danach entspelzt. Durch das Rösten bekommt der Grünkern sein würziges nussiges Aroma. Grünkern eignet sich wegen des aromatischen Geschmacks besonders zur Herstellung herzhafter Gerichte, sowie bei der Umstellung von herkömmlicher Ernährungsweise auf Vollwertkost. Der Grünkern wirkt entgiftend und reinigend für den ganzen Körper, aber besonders für die Leber und Gallenblase. Er regt sowohl die Verdauung als auch den Stoffwechsel an.

 

  

HirseHirse

– ist mit einer kurzen Vegetationszeit von nur hundert sonnenreichen Tagen recht schnell reif. Durch die zahlreichen kräftigen Wurzelhaare kommt sie mit wenig Feuchtigkeit im Boden aus. Allerdings ist sie sehr frostempfindlich und braucht viel Wärme für Wachstum und Reife. Sie zählt zu den Spelzgetreiden und muss daher vor dem Verzehr von Spelze und Fruchtschale befreit werden. Ein solches „Abfallprodukt“ könnte wieder zunehmend als Füllung von Kissen und Matratzen von Kleinkindern Verwendung finden, unter anderem, um Hitzestau und Hautkrankheiten vorzubeugen. Die Hirse enthält dreimal so viel Eisen als Weizen, daher genügen bloß 50 g täglich um den Eisenbedarf des Menschen zu decken. Darüber hinaus enthält sie sehr viel Kieselsäure, welche vom Körper zum Aufbau seiner Strukturen benötigt wird (z.B. zur Einlagerung von Kalzium in die Knochen, zum Aufbau von Haut, Haar und Nägeln und zur Reparatur von Gelenken). Schließlich ist die Kieselsäure ein wichtiger Betriebsstoff für das Gehirn. Durch Kieselsäuregaben können Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Nervosität, chronische Müdigkeit und Erschöpfung behoben werden.

 

Griess

 

Grieß

– ist ein Begriff aus der Müllerei für Teilstückchen des Getreidekorns (meist Weizen) mit einer Größe von 0,3 bis 1 mm. Grießkörnchen sind rundlich bis kantig mit einer weißen bis gelblich-braunen Färbung. Grieß wird ähnlich hergestellt wie Mehl, jedoch wird die Mühle dafür anders eingestellt.

 

 

 

RoggenRoggen

– nimmt in einer einzigen Vegetationszeit an einem ganzen Jahreslauf teil und eignet sich dadurch vorzüglich für die Bereitung des täglichen Brotes. Er ist nicht leicht verdaulich führt aber gerade deswegen zu einer lang anhaltenden Sättigung und einer Stärkung der Gliedmaßen. Der Roggen sollte wegen der Leber anregenden Wirksamkeit, welche seinem Kaliumgehalt zugeschrieben wird, seinen fixen Platz in unserer Ernährung haben. Um die Verdaulichkeit zu erleichtern ist Darren, Einweichen, Kochen und Nachquellen hilfreich.

 

  

GersteGerste

– ist vermutlich die älteste Getreideart neben dem Weizen, die der Mensch in Kultur nahm. Schon die alten Ägypter, Griechen, Römer und Chinesen bauten sie an. Die Griechen ernährten sich fast ausschließlich von der Gerste. Sie ist in der ganzen Welt verbreitet und klimatisch sehr anpassungsfähig. Sie ist ein Getreide, das heutzutage hervorragende Dienste in der körperlichen und geistigen Entwicklung des Menschen leisten kann, wenn man sie zu sich nimmt. Gerste hat einen innigen Bezug zu Kiesel und die Fähigkeit Malz zu bilden. Das sind geeignete Grundlagen, um ein waches Denken zu entfalten oder auf dynamische Art div. Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Allergien sowie Bandscheibenschäden zu begegnen. Leider wird sie zurzeit vorwiegend als Tierfutter und zum Bierbrauen verwendet, somit nutzt der Mensch diese günstigen Eigenschaften dieser altbekannten Körnerfrucht in einer für ihn wenig sinnvollen Weise.

  

HaferHafer

– ist beheimatet im nördlichen Mitteleuropa, vorzugsweise in Gebieten mit feuchtwarmen Seeklima, wie Südschweden, Dänemark, Norddeutschland, England und Irland. Bei den nordisch-germanischen Völkern erlangte der Hafer große Bedeutung und wurde zum Volksnahrungsmittel. In der menschlichen Ernährung verwendet man heute den Hafer fast nur noch in Form von Flocken, die allerdings vielseitig eingesetzt und sehr geschätzt werden. Durch seinen hohen Fett und Eiweißgehalt wirkt Hafer anregend auf den Stoffwechsel des Menschen. Die Wärmebildung fördert hier den Bewegungsdrang und Durchhaltevermögen. Diese Eigenschaften machen den Hafer zum Grundnahrungsmittel für Jugendliche, Sportler, körperlich Tätige und in entsprechenden Fällen für den Rekonvaleszenten. Gerade im diätetischen Bereich zeigt dieses Getreide seine hilfreichen Eigenschaften bei Magen-Darmverstimmungen, bei Neigung zu erhöhten Blutfettwerten, bei Eiweißmangelzuständen und bei Diabetes. Die Mineralien Calcium und Eisen fügen sich in diese Wirkung gut ein, indem sie den Aufbau von Knochen und Zähnen, sowie die Blutbildung begünstigen.

 

ReisReis

– ist nicht nur die Nahrungsgrundlage der Menschen des Fernen Ostens, er ist auch bei uns weit verbreitet und neben Kartoffeln und Teigwaren eine beliebte Beilage. Lange Zeit wurde er nur in geschälter und polierter Form verkauft, aber auch da gibt es inzwischen Fortschritte, denn ein Vollkornreis, welcher dem Körper die wertvollen Ballaststoffe / Förderstoffe liefert, ist überall erwerbbar. Im Reiskorn finden wir Stärke und Eiweiß in inniger Weise durchdrungen, was zu einer leichten Verdaulichkeit bei außerordentlicher Nährkraft führt – gleichermaßen für Jung und Alt geeignet. Reis hat außerordentliche Schleimfähigkeit die bei Magen- und Darmbeschwerden unbezahlbar ist. Weiters kann er eine wichtige Anregung zur Körper-Entwässerung geben und damit auch zur Erleichterung der Herz-Kreislauftätigkeit (niedriger Natriumgehalt). Wahrscheinlich hat schon jeder einmal einen Salzstreuer mit ein paar Reiskörnern zur Entfeuchtung gesehen – so ähnlich wirkt das im Körper. Der Reis lässt sich selbst bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) bestens verwenden.

Wildreis

– ist mit seinen schwarzbraunen Körnern ein Wassergras und nicht mit dem Reis verwandt. Er wird nicht kultiviert sondern nur in seiner nordamerikanischen Heimat gesammelt. Er weist einen hohen Mineralstoffanteil und ein sehr feines, ausgeprägtes Aroma auf. Durch seine Seltenheit und seinen hohen Preis wird der Wildreis meist nur in der feinen Küche und zu Festzeiten verwendet.

 

MaisMais

– Schon bei den Mayas, Inkas und Azteken galt Mais als heilige Pflanze. Von der einstigen Verehrung ist heutzutage leider nichts mehr zu spüren. So wird hierzulande fast nur noch mit Jauche gedüngter Mais als Viehfutter angebaut. Vollkommen zu Unrecht; denn Mais ist eine wertvolle Heilpflanze. Die gelben Körner enthalten zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Zink, Eisen, Fluor, Magnesium, Natrium, Kieselsäure, Selen, dazu B-Vitamine, Phenolsäuren sowie die bei Getreide selten vorkommenden Carotinoide. In den Keimen steckt zudem reichlich Vitamin E. Vor allem die antioxidative Wirkung des Mais wurde anscheinend bislang unterschätzt: So zeigt das Ergebnis einer aktuellen Studie an der amerikanischen Cornell University in Ithaca (New York), dass gekochter Mais – egal, ob gedünstet, als Brei oder am Kolben gegart – seine antioxidative Aktivität um bis zu 53 Prozent erhöht. Antioxidantien schützen die Zellen vor Schäden durch so genannte Freie Radikale und können so das Risiko für Krebs oder Herzleiden sowie altersbedingte Leiden, wie Alzheimer oder Grauen Star, verringern. Aus Mais wird auch Polenta (Mais-Gries) gemacht – ist überall erhältlich, leicht bekömmlich und sehr schmackhaft.

 

QuinoaQuinoa

– ist eine uralte Kulturpflanze der Inkas, Azteken und Mayas, welche man neben Kartoffeln und Mais züchtete. Sie wurde „Mutter des Getreides„ genannt und galt als Wundermittel für Kraft und Gesundheit. Nach dem Einbruch der Spanier in das Land wurde der Anbau von Quinoa verboten, weil die Spanier glaubten, das Korn sei für Mut, Stärke und Unbeugsamkeit der Inkas verantwortlich. Die kleinen Körnchen enthalten reichlich B-Vitamine, die besonders für die Nerven und den Kohlenhydratstoffwechsel wichtig sind. Die glutenfreie Stärke lässt sich leicht verdauen und liefert rasch wertvolle Energie. Sie enthält auch wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente – insbesondere ist der Kalziumgehalt hervorzuheben sowie Kupfer, Kalium Phosphor, Eisen und Zink. Quinoa besitzt ähnliche Vorzüge wie Amaranth und kann besonders bei Zöliakie und Sprue eingesetzt werden.

 

AmarantAmarant

– seine Heimat ist Süd- und Mittelamerika. Es war unter anderem ein Grundnahrungsmittel der Azteken und Indianer. Sie nannten es das „heilige Getreide“ und schrieben ihm geheimnisvolle Kräfte zu. Die Ballaststoffe des Amarants leisten einen wichtigen Beitrag zur gesunden Verdauung und tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels bei. Durch seinen hohen Kalziumgehalt ist er eine wertvolle Nahrung um einer möglichen Osteoporose vorzubeugen. Der Magnesiumgehalt wirkt sich positiv auf Herz und Nerven aus. Das enthaltene Eisen stärkt das Immunsystem und bringt Lebensenergie in unsere Zellen.

  

Buchweizen

Buchweizen

– ist ein Knöterichgewächs und ist somit kein Getreide, obwohl er aufgrund seiner Verwendungsmöglichkeiten durchaus so zugeordnet wird. Er kommt ursprünglich aus dem fernen Osten, Tibet und China. Heute wird er auch in Europa angebaut. Seinen deutschen Namen bekam er, weil seine dreikantigen Früchte an die heimischen Buchecken erinnern. An die Bodenverhältnisse stellt der Buchweizen wenig Ansprüche, verlangt jedoch für eine gute Ernte ein warmes – trockenes Klima. In der vegetarisch- veganen Kochpraxis fällt der Buchweizen durch sein hohes Quellvermögen und Bindefähigkeit auf und ist daher ein guter Eiersatz. Er wird in der Naturheilkunde gerne zur Vorbeugung und Behandlung von Venenerkrankungen, wie Krampfadern und Besenreisern eingesetzt. Er hilft den Blutzuckerspiegel zu senken, und Diabetes-Komplikationen zu vermeiden. Die Pflanze selbst ist auch als Hautmittel bekannt – anzuwenden bei allen juckenden Hautleiden, insbesondere bei Ekzemen, Flechten und bakteriellen Hautinfekten.

 

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

Getreide

http://www.gesund-schlemmern.at/getreidesorten.php

Share on FacebookShare on Google+Email this to someone