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Gallensteine natürlich verhindernDrucken

Manche Menschen glauben, dass Galle ein Organ ist bzw. die Gallenflüssigkeit in der Gallenblase gebildet wird. Tatsächlich wird die Galle in der Leber gebildet und in der Gallenblase aufbewahrt. Die Galle wird in der Gallenblase eingedickt und bei Bedarf in den Zwölffingerdarm abgegeben. Um eine gut funktionierende Gallenblase zu haben, müssen wir unseren Körper regelmäßig mit Nährstoffen versorgen, was mit der heute angebotenen Nahrung eine Herausforderung darstellt. Zu Beginn empfehle ich zu unterscheiden zwischen Nahrungs- und Lebensmitteln!

Nahrungsmitteln waren einmal Lebensmitteln, wurden jedoch durch intensive industrielle Verarbeitung in Form von Pasteurisierung, Bestrahlung, Begasung, chem. Konservierung, zu einer „toten“ Nahrung und daher der natürlichen Ordnung beraubt. Sie beinhalten durchaus Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, aber in einer Form, die vom Körper nur schlecht verwertet wird, bzw. sogar die Verdauung stören kann, ganz zu schweigen von den spärlich vorhandenen Vitalstoffen. Lebensmittel hingegen sind gar nicht verarbeitet, maximal geschnitten oder milchsauer vergoren und beinhalten alle notwendigen Mineralien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Was macht die Galle?

Die Gallenflüssigkeit ist für die Fettverdauung und die Ausscheidung von Giftstoffen verantwortlich. Wenn die Funktionsweise beeinträchtigt ist (z.B.: durch unzureichende Ernährung), kommt es zu einem Mangel an Gallenflüssigkeit. Die Folge ist, dass das vorhandene Cholesterin nicht in flüssiger Form gehalten werden kann und somit kommt es zu Verklumpungen desselben, und die Giftstoffe können nicht ausreichend ausgeschieden werden.

 

Was können wir tun?Gallensteine

 

Reines Wasser gegen Gallensteine

Wasser ist das Lebensmittel Nummer EINS – ohne Wasser kein Leben. Wenn wir gesund bleiben wollen, ist es notwendig, ausreichend Wasser zu trinken – ohne Kohlensäure selbstverständlich! Die Wasserqualität ist jedoch von Bedeutung, daher ist es empfehlenswert, sich zu erkundigen, wie z.B. die Leitfähigkeit des Wassers ist. Sollte diese über 100 Micro Siemens liegen, so ist an eine Wasserfilteranlage zu denken.

 

Frische Säfte gegen Gallensteine

Frisches Bio Obst und Gemüse liefern dem Körper eine Fülle an lebendigen, organischen Vitalstoffen, wie Vitamine, Mineralien, Enzyme und Antioxidantien. Sie tragen maßgeblich zur Entgiftung des Körpers bei und daher zur Entlastung der Leber und somit kann die Gallenflüssigkeit in ausreichender Menge produziert werden. Somit kann frisch gepresster Apfelsaft (reich an Pektin) die bereits vorhandenen Gallensteine aufweichen bzw. vielleicht sogar auflösen. Er beugt auch der Bildung neuer Steine vor. Sehr empfehlenswert sind Säfte von Zitronen, Sellerie, Tomaten und Rüben, da sie ähnlich wirksam sind. Frisch gepresste Säfte schmecken wunderbar und sie erhalten unsere Gesundheit. Entscheidend ist die Bioqualität von Obst und Gemüse, denn sonst würden wir dem Körper mehr Schadstoffe zufügen, sowie die Art der Zubereitung der Säfte. Die handelsüblichen Entsafter (mit Zentrifugen) sind nicht ideal, da sie unnötigen Sauerstoff verwirbeln und damit die Oxidation der Nährstoffe beschleunigen. Besser sind die sogenannten Langsam Entsafter, welche das Gemüse zerkleinern und auspressen.

 

Kokosöl und Gallensteine

Die heutige Schulmedizin rät Gallensteinpatienten überhaupt kein Fett zu sich zu nehmen. Das liegt daran, dass sie das Kokosöl noch nicht entdeckt haben :-). Eine andere Meinung vertritt die Naturheilkunde, sie zeigt dass das biologische Kokosöl der Bildung von Gallensteinen entgegenwirkt und sogar vorhandene Steine auflösen kann. Das liegt daran, dass das hochwertige biologische Kokosöl frei von Cholesterin ist, welches unter Umständen zur Gallensteinbildung beitragen könnte. Andererseits wird für die mittelkettigen Fettsäuren, die im Kokosöl enthalten sind, keine Gallenflüssigkeit benötigt, da diese bereits durch den Speichel und dann durch die Magensäfte aus ihrem Fettverbund gelöst werden. Weiteres sind die im Kokosöl enthaltenen Capryl- und Caprynsäuren durchaus im Stande, cholesterinhaltige Gallensteine tatsächlich aufzulösen.

 

Lecithin gegen Gallensteine

Lecithin hat die Eigenschaft Fette in Wasser zu lösen und damit transportfähig zu machen. Dem Lezithin Bestandteil Phosphatidylcholin wird nachgesagt, dass er imstande ist, das Wachstum von Gallensteinen zu verhindern. Daher sollte die Ernährung durch die zusätzliche Einnahme von Lezithin ergänzt werden. Besonders gute pflanzliche Lezithin Quellen sind Sonnenblumenkerne, Weizenkeime, Walnüsse, ungesalzene Erdnüsse und nicht genmanipulierte Sojaprodukte.

 

Apfelessig gegen Gallensteine

Es handelt sich dabei um ein Hausmittel, welches von vielen Naturheilkundlern als sichere und effektive Methode zur Gallensteinauflösung angepriesen wird. Zu der bereits beschriebenen Wirksamkeit von Apfelsaft gesellt sich nun der Apfelessig – selbstverständlich in Bioqualität. Zu dem täglich empfohlenen Apfelsaft können zwei bis drei TL Apfelessig beigemengt werden, um die Wirksamkeit der Apfelsäure zu steigern.

 

Lebensmittel gegen Gallensteine

Es gibt viele Lebensmittel, welche die Produktion und Tätigkeit der Galle unterstützen. So regt zum Beispiel frischer Rettich den Gallenfluss an. Ähnlich ist die Wirkung der Löwenzahnblätter, die darüber hinaus die Fett- und die Cholesterinverarbeitung verbessern. Der Löwenzahn kann sowohl als Salat oder auch als Tee zubereitet werden. Alle Vitamin C haltigen Obst- und Gemüsesorten sind hilfreich und verhindern die Bildung von Gallensteinen. Die besten Vitamin C Lieferanten sind Camu Camu, OPC, Acerola Kirschen, Sanddorn, Hagebutten, Kiwi, Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl. Hilfreich ist auch das Gewürz Curcuma mit dem Wirkstoff Curcumin, welches ein wirksames Antioxidans mit entzündungshemmenden Eigenschaften ist. Darüber hinaus erhöht er die Löslichkeit der Gallenflüssigkeit und dadurch den Abtransport von Gallenstein bildenden Substanzen. Curcumin kann auch bereits vorhandene Gallensteine auflösen, was wissenschaftlich belegt ist.

Wer vor der Entscheidung steht sich operieren zu lassen, weiß nun, dass es auch alternative Möglichkeiten gibt. Wenn Ihr Arzt davon noch nichts weiß, dann sollten Sie ihn aufklären oder einen anderen aufsuchen!  🙂

 

Quellen:

 

 

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