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Fleischesser-FragenDrucken

Ist es nicht natürlich, dass Menschen Fleisch essen?

Betrachten wir doch unseren Körperbau sachlich und die Antwort kommt von selbst!

Wir verfügen über 32 herrliche Schneide- und Mahlzähne aber keine Reisszähne, die Zusammensetzung unseres Speichels (Ptyalin), die Struktur unseres Magens und unserer Innereien sowie nicht so aggressive Magensäure wie es bei den Raubtieren der Fall ist, die Länge unseres Verdauungstraktes (der Darm beträgt an die 7 m somit ist die Verweildauer des Speisebreis bei weitem länger was bei Fleischnahrung zu Fäulnis- und Giftbildung führt), selbst der menschliche Stoffwechsel ist an eine rein pflanzliche, also vegane Nahrung angepasst somit…

Alles klare Argumente für eine vegetarische Ernährungsform.

Hinzu kommt, dass Menschen diejenigen Bestandteile eines Tieres, die von Fleischfressern in erster Linie verzehrt werden (Blut, Innereien etc.) nicht mitessen. Auch der Geruch von rohem Fleisch ist für den Menschen meist abstoßend, während er auf wirkliche Fleischfresser anziehend wirkt.

Trotz seiner Fleischgelüsten, die sich der Mensch im Laufe der Geschichte angewöhnt hat, ist er nicht für den Verzehr von Fleisch gemacht. “Natürlich” ist für den Menschen eine überwiegend vegetarische Ernährungsweise.

Aber Menschen haben schon immer Fleisch gegessen!?

In bestimmten Erdteilen hat das Fleischessen eine lange Geschichte trotzdem muss man sich klar machen, dass ein beachtlicher Teil der Weltbevölkerung schon immer auf Basis einer pflanzlichen Kost gelebt hat und es auch heute noch tut sowie unsere nächsten Verwandten die Menschenaffen.

Veganismus und Vegetarismus sind in unserer Gesellschaft schwer praktizierbar!

Dem würde ich vor 30 Jahren durchaus zustimmen. Mittlerweile leben wir im 21. Jahrhundert und das Wissen um pflanzliche Ernährung hat sich sehr zum Positiven verändert. Immer mehr Menschen werden sich der zahlreichen Vorteile einer vegetarischen bzw. veganen Lebensweise bewusst. Die Voraussetzungen und das entsprechende Angebot dafür, seine Ess- und Lebensgewohnheiten zu ändern sind heutzutage also besser denn je.

Wenn nur ich mich vegan/vegetarisch ernähre, würde das nichts ändern!

Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems. Jeder Mensch kann zu einer positiven Veränderung beitragen, wenn er seinen Fleischkonsum reduziert. Nicht zu handeln, nur weil ein großer Teil der Gesellschaft nicht gleich mitzieht, sollte kein Grund sein. Entscheidet man sich gegen Fleisch, setzt man ein konkretes Zeichen.

Vegane/vegetarische Ernährung ist zu teuer!

Wer auf eine pflanzliche, ausgewogene und gesunde Ernährung Wert legt, wird auch bei frischem Obst und Gemüse (im besten Fall saisonal, regional und aus biologischem Anbau) mit entsprechenden Preisen rechnen müssen. Qualität hat wie bei allen Nahrungsmitteln ihren Preis. Trotzdem gibt es auch hier zahlreiche Möglichkeiten, günstig einzukaufen wie beispielsweise auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauer. Außerdem muss nicht jeden Tag Sojaschnitzel auf den Tisch kommen.

Die Frage, die sich jeder stellen muss, lautet: Was ist mir meine Gesundheit wert bzw. wieviel wird mich die Gesundung (die Arztrechnung) kosten? Im Zweifelsfall kommt uns Letzteres in jedem Fall teurer zu stehen. Fleisch und Fast Food ist nicht billiger – wir bezahlen es schlicht nicht mit Geld, sondern mit Wohlbefinden, mit unserer Gesundheit, dem Klima und der moralischen Integrität. Übermäßiger Fleischkonsum führt nachweislich zu Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Krebsarten.

Außerdem ist dieses Argument schlichtweg fasch. Laut dem Max-Rubner-Institut Karlsruhe geben Vegetarier_innen pro Monat 215,- Euro aus, während Mischköstler 260,- Euro verbrauchen.

Veganer und Vegetarier machen oft einen kränklichen Eindruck!

Das ist ein Vorurteil. Grundsätzlich eine ausgewogene vegetarische oder vegane Lebensweise begünstigt nicht im Geringsten ein kränkliches Erscheinungsbild, sondern eher das Gegenteil. Viele Menschen ernähren sich gerade deshalb vegetarisch, weil dies eine schlanke Figur ermöglicht, fit hält und div. Zivilisationskrankheiten vorbeugt.

Menschen brauchen Fleisch!

Zahlreiche Studien haben mittlerweile belegt, dass eine gesunde Ernährung auf rein pflanzlicher Basis problemlos möglich ist. So berichtet beispielsweise die Amerikanische Gesellschaft der Ernährungswissenschaftler (ADA) in ihrem Positionspapier “Vegetarische Ernährung”, dass sich vernünftig geplante vegetarische Ernährungsformen als gesund, dem Nährstoffbedarf angemessen sowie für die Prävention und Behandlung verschiedener Krankheiten als vorteilhaft erwiesen haben. Darüber hinaus geht aus der Studie hervor, dass eine vegetarische Lebensweise für alle Phasen des Lebens geeignet ist.

Menschen können Fleisch essen und trotzdem gesund bleiben!

In der Tat ist der menschliche Organismus dazu in der Lage, gewisse Mengen an Fleisch zu verarbeiten, ohne dass gesundheitliche Schäden die Folge wären. Die Tatsache jedoch, dass eine vegetarische sowie vegane Lebensweise den menschlichen Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgen kann, spricht dafür, dass eine fleischhaltige Ernährung nicht notwendig ist. Darüber hinaus spricht die Anatomie des menschlichen Körpers ebenfalls dafür, dass wir eher Pflanzen- als Fleischfresser sind. Wir können Fleisch essen, müssen aber nicht – im Gegensatz zu reinen Fleischfressern. Das Deutsche Krebsforschungszentrum fand heraus, dass Menschen, die viel Schweine-, Rind- und/oder Kalbfleisch essen, häufiger an Darmkrebs erkranken. Außerdem: Etwas zu konsumieren, nur weil es uns nicht unmittelbar schadet, ist irrsinnig. Der deutsche Philosoph Karl Heinz Dreschner hat es auf den Punkt gebracht: “Fleisch macht das Essen nicht schlechter, aber den Esser.”

Wir würden Unmengen essen müssen!

Eine pflanzliche Ernährung steht in keinerlei Zusammenhang mit Unterernährung. Eine Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen ist bei einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung problemlos möglich. Vegetarier_innen haben im Durchschnitt ein niedrigeres Körpergewicht und einen niedrigeren BMI als Mischköstler – was von Vorteil für die eigene Gesundheit ist. Eine überproportional größere Menge an Lebensmitteln ist jedoch in keinster Weise nötig, allein schon die Energiedichte von Nüssen ist hierfür ein Beweis.

Ist Fleisch nicht ein Stück Lebenskraft?

Der Fleischkonsum ist eine der Hauptursachen verbreiteter Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Gicht, Fettleber, Wasserablagerungen, Rheuma, Allergien, Stoffwechselstörungen, Herz- & Kreislauferkrankungen, Krebs. Diese Leiden sind die Folge von Über- und Fehlernährung. Die Ursache vieler Krankheiten und Allergien findet sich im tierischen Eiweiß. Zahlreiche Studien haben diese Zusammenhänge eindeutig nachgewiesen. Hautkrankheiten, z.B. Neurodermitis, die als unheilbar gelten, sind sehr häufig durch eine vegetarische oder vegane (rein pflanzliche) Ernährung zu heilen.

Ist die vegetarische Ernährung die Ernährung der Zukunft?

Ja, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen aber aus rein pragmatischen. Die Zahl der Erdbevölkerung steigt weiter. Die landwirtschaftlichen Flächen lassen sich ohne immense ökologische Schäden nicht vergrößern. Sie werden vielmehr durch ständige Überbeanspruchung und einseitige Ausbeutung verringert. Bei vegetarischer Ernährung und gerechter Lebensmittelverteilung brauchte heute und in Zukunft niemand zu hungern. Diese Chance wird verbaut, wenn wir unseren Fleischkonsum beibehalten und durch den Export von Fleischüberschüssen aus der EU in die so genannte „Dritte Welt“ den Fleischkonsum noch fördern. Hunger wird gemacht!

 

Quelle: www.vegetarismus.ch

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