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Ein „bisserl“ Gentechnik gefällig?Drucken

Einem fertigen Gericht auf dem Teller werden wir es nicht anmerken, ob die Ente, deren zartes Brustfleisch wir gerade auf der Gabel halten, einmal gelebt oder gedarbt hat. Wir werden es auch nicht bemerken, ob der Salat Pestizide oder Erreger in hohen Mengen mitliefert. Im Lebensmittelbereich rechnet sich leider nur noch die Massenproduktion, die uns zur Gesundheitsfalle geworden ist.

50 Jahre industrieller Nahrungsproduktion

Heute, nach mehr als 50 Jahren industrieller Ernährung, sind die Zivilisationskrankheiten verbreiteter denn je – die Gewinnmaximierung in der Nahrungsproduktion scheint uns nicht zu bekommen. Der Universitätsprofessor Richard Béliveau von der Universität Québec zeigt auf, dass alleine anhand des Verhältnisses von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren in unserer Nahrung eine dramatische Veränderung stattgefunden hat. Dabei sollten wir wissen, dass Omega 3 Fettsäuren entzündungshemmend sind, während Omega 6 Fettsäuren entzündungsfördernd wirken. Das Verhältnis dieser beiden Fettsäuren sollte in der Ernährung 1:1 betragen. Im Zeitalter der industriellen Nahrungsproduktion ist das Verhältnis 25:1 zugunsten von Omega 6, eine tragische Entwicklung, die vor allem daran liegt, dass die Industrie hauptsächlich nur Mais- und Sonnenblumenöl verwendet – beide enthalten ausschließlich Omega 6 Fettsäuren. Die Folge ist: vermehrtes Auftreten von Entzündungen, die unser Immunsystem entgleisen lassen.

Kein Gras, dafür aber E. Coli Bakterien

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Um sich bewusst zu machen, wie weit wir uns von der Natur entfernt haben, muss gesagt werden, dass die Rinderfütterung mit genverändertem Mais und Soja stattfindet. Mais und Soja sind keine natürliche Nahrung für Rinder, und so gibt es „Nebenerscheinungen“: Escherichia Coli 0157:H7 = Ehec Erreger. Diese „Nebenerscheinung“ ist für den Menschen sehr gefährlich und führt durch das Nierenversagen zu einem langsamen und grausamen Tod.

Die Massentierhaltung ist dafür wie geschaffen, dass sich dieser gefährlicher Erreger in unserer Nahrungskette wiederfindet. Die Kühe stehen knietief in ihrem eigenen Kot. Wenn eine Kuh den Erreger hat, bekommen ihn auch alle anderen. Im Schlachthof kommt das Fell der Kühe unweigerlich mit dem Fleisch in Berührung, so dringen die Bakterien in den Nahrungsmittelkreislauf ein. Dabei würde es genügen, die Rinder wieder einige Tage lang auf der Weide grasen zu lassen, und somit wären 80% der Erreger wieder vernichtet.

Die Politik macht alles dafür, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind und subventioniert die Massenproduktion unserer einheimischen Bauern. Das können sich nur die reichen Staaten leisten wie die EU und die USA. Im Jahre 2004 haben die OECD Staaten ihre Landwirtschaften mit 226 Milliarden Euro gestützt. Dadurch kommen die europäischen Früchte z.B. in Senegal zu einem Drittel billiger auf den Markt als es die einheimischen Bauern verkaufen können – ein unhaltbarer Zustand.

Was können wir tun? Die Wirtschaft folgt dem Geld – Du kannst von heute auf morgen solche Missstände nicht verändern, aber du kannst über Dein Kaufverhalten Botschaften an die Wirtschaft senden. Der Einkauf von unverarbeiteter, biologischer Nahrung, am besten bei Biobauern, wird mit Sicherheit den gewünschten Erfolg bringen.

Quellen:

Raum und Zeit Magazin Nr. 13,    www.raum-und-zeit.com

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