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Bio oder Nichtbio?Drucken

Bio ist nicht gleich Bio!

Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigt, wird bald erkennen können, dass auch in der Bio- Produktion die Gewinnmaximierung Einzug gehalten hat und die Großmarktketten ein gutes Geschäft damit machen – leider mit den üblichen Folgen. So wie auch in der konventionellen Anbauweise, nämlich der Verfremdung von Natur, Umwelt und Mensch.

 

Kalorienzählen war gestern

Glücklicherweise streben nicht alle BIO-Produzenten die Gewinnmaximierung alleine an und so lässt sich auch ein Unterschied bei echten Bio-Produkten sichtbar machen. Zunächst sollten wir wissen, dass es in der Nahrung nicht nur um Kalorienzählen geht.

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Broccoli-BIO & Broccoli-NichtBio

 

Dazu ein Zitat von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Buchautor, Sozialwissenschaftler, Theologe und Philosoph:

„Anfang des vorigen Jahrhunderts erkannte man, dass es nicht auf die Quantität, sondern auf den Energiegehalt von Nahrungsmitteln ankommt. Es ist Zeit für eine zweite Erweiterung des Verständnisses von Nahrung: Das Entscheidende sei der Aspekt der Information.“

Jeder Weinbauer weiß heutzutage, dass der Geschmack seiner Weine von der Sorte und Umgebung, der Bodenbeschaffenheit, der Sonneneinstrahlung bzw. Witterung, dem Grundwasser und nicht zuletzt von der eventuell eingesetzten Chemie abhängig ist.

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Kartoffeln-Bio & Kartoffeln-Nichtbio

Pflanzen haben ein Gedächtnis

Wir können davon ausgehen, dass Pflanzen ein Gedächtnis haben. Jede Zelle ist in der Lage, spezifische Informationen zu speichern und auch weiterzugeben – an den eigenen Organismus wie an das Umfeld. Dabei handelt es sich um Informationsmuster und Signalwirkungen.

Der schweizer Bio-Lebensmittelhersteller Walter Dänzer hat auf der Suche nach einem Vergleichssystem von Bio- und Nichtbiolebensmittel über mikroskopische Aufnahmen Interessantes entdeckt. Das Bio und Vegetarisch nicht nur gesünder ist, sondern auch besser schmeckt, wollte er nicht nur glauben und erfahren sondern über beeindruckend ästhetische Bilder beweisen. Von der ursprünglich von Rudolf Steiner angeregten Methode zur Darstellung einer „universellen inneren Ordnung“ durch Auskristallisation mit Kupferchlorid inspiriert, sowie von Wasserbilder des kürzlich verstorbenen Japaners Masaro Emoto beeinflusst, entwickelte er 1996 seine eigene Methode.

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Trauben-BIO & Trauben-NichtBio

Dänzer standardisierte den Extraktions- und Trocknungsprozess von wässerigen Proben zur Eigenmarke „Soyana-Methode“. Heraus gekommen sind dann unter dem Mikroskop zu betrachtende Kristall-Landschaften, die nichts anderes darstellen als eingetrocknete Mineralstoffe des untersuchten Lebensmittels. Die Bilder erlauben einen Blick in die innere Ordnung der jeweiligen Lebensmittelstruktur.

Bildschaffende Methoden gehören in der Zwischenzeit zu einem wissenschaftlichen Ansatz, die speziellen Eigenschaften von Bioprodukten zu charakterisieren. Das Besondere daran ist, dass die Lebensprozesse im höchsten Grade komplex sind und sich oft der toten Analytik entziehen. Wie nicht anders zu erwarten, ist diese Methode in der Wissenschaft umstritten.

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Zitrone-Bio & Zitrone-NichtBio

Wissenschaft schafft Wissen und dann?

An dieser Stelle möchte ich aber festhalten, dass der wissenschaftliche Nachweis auf der Wiederholbarkeit unter gleichen (Labor-)Bedingungen basiert. Das ist zwar hilfreich, aber nicht unbedingt entscheidend wenn es um lebendige Prozesse geht, denn die Wiederholbarkeit setzt ein mechanistisches Weltbild voraus. Beim Betrachten der universellen inneren Ordnung wäre der Gebrauch eines holistischen Weltbildes hilfreicher als der Einsatz von veralteten Normen und selbst geschaffenen Regeln.

Vielleicht sind die Erkenntnisse von heute die Fehler von morgen? Seien wir daher offen für Neues und halten nicht am Status Quo fest – dem persönlichen Wunsch nach Sicherheit steht in der Praxis die Lebendigkeit mit andauernden Veränderungen entgegen.

 

Quelle: Die unsichtbare Kraft in Lebensmitteln

buch

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