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Basische Ernährung – Was ist das?Drucken

Wusstest Du, dass sauer normal ist – aber nur bei einer Leiche! Unser Körper ist so aufgebaut, dass er in verschiedenen Bereichen verschiedene pH-Werte aufweist. So zum Beispiel finden wir im Magen einen starken Säurebereich, der Dickdarm ist leicht sauer, der pH-Wert im Urin sollte neutral bis leicht sauer sein, derjenige im Blut und Gewebe leicht basisch. Der pH-Wert des Blutes ist mit 7,365 von der Natur ziemlich präzise definiert worden. Der Körper muss diesen Wert stabil halten – so lange wir leben. Ist das nicht möglich, ist das Ende nahe.

Wie entstehen Säuren im Körper?

Alles was wir essen, wird vom Körper fein säuberlich zerlegt. Brauchbares wird verwendet, Unbrauchbares ausgeschieden – so funktioniert der Stoffwechsel. Stell Dir vor, Du hast gerade eine Salamipizza gegessen – ein sehr guter Säurebildner! Sie besteht hauptsächlich aus Mehl, Wurst, Käse und Tomatensoße, sowie eine Menge an Zusatzstoffen wie Stabilisatoren, Konservierungsmittel, Säureregulatoren und Geschmacksverstärker. Allesamt Säurebildner, das heißt, bei der Verstoffwechslung entstehen Säuren, die leider nicht so einfach ausgeschieden werden können und müssen zunächst neutralisiert werden.

Das geschieht mit wertvollsten körpereigenen Mineralstoffen, wie Calcium, Kalium und Magnesium – vorrangig aus den eigenen Knochen.

Mineralstoffmangel durch zuviel Säuren

Mineralstoffe sind in unserer täglichen modernen Ernährung eher eine Mangelware, dank der industrialisierten Landwirtschaft. Da die meisten heutigen Nahrungsmittel vorwiegend säurebildend sind, hat der Organismus täglich mit einer Säureflut zu kämpfen. Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist eine sensible Angelegenheit (ganz besonders im Blut), so ist der Körper gezwungen, Raubbau an sich selbst zu betreiben und sämtliche Mineralstoffdepots zu plündern (aus den Knochen, den Zähnen, dem Haarboden, den Organen und nicht zuletzt den Blutgefäßen). Damit ist für Karies, Krampfadern, Haarausfall, Osteoporose, brüchige Fingernägel, Bandscheibenleiden und Arteriosklerose gesorgt. Es bleibt dem Organismus  nichts anderes übrig, denn das Blut muss basisch bleiben, sonst folgt der baldige Tod.

Übersäuert und daher dick!

Damit die Säuren im Körper an den inneren Organen nicht zuviele Schäden verursachen, werden Fettzellen als Schutzschild angelegt. Dick sein bedeutet demnach übersäuert sein! In so einem Fall wäre eine herkömmliche Diät nutzlos und gefährlich, denn damit würden wir den lebenswichtigen Organen ihren Schutz wegnehmen. Mit einer basischen Ernährung verlieren wir die Kilos fast automatisch.

Schlackenbildung

Wenn Säuren dank guter Ernährung bzw. Nahrungsergänzungsmitteln neutralisiert werden, entstehen Schlacken, die eigentlich über die Niere, Haut, den Darm oder bei den Frauen über die monatliche Blutung ausgeschieden werden sollten. Das würde auch bei einem gesunden Menschen so sein, mit einem winzig kleinen „aber …“ – wer ist schon wirklich gesund? Da die meisten Ausscheidungsorgane überlastet sind, werden die Schlacken im Körper eingelagert. Erst regelrechte Bemühungen, wie eine Entschlackungskur und eine dauerhafte Ernährungsumstellung, bringen die Schlacken und das unerwünschte Fett aus dem Körper.

Basische Ernährung (Kurzform)

  • Esse hauptsächlich frische Biogemüse und Salate, vorzugsweise roh oder nur kurz erwärmt.
  • Bevorzuge Quinoa und Hirse statt Fertigprodukte wie Teigwaren.
  • Meide Zucker (ganz besonders den raffinierten, denn er ist ein exzellenter Säurebildner).
  • Verzichte auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Wurst, Käse und andere Milcherzeugnisse. Verwende stattdessen Nüsse und Samen (Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne etc.).
  • Nehme statt Essig frisch gepressten Zitronensaft
  • Ersetze mit Quellwasser oder kohlensäurefreies Mineralwasser aller Art Säfte.
  • Verzichte auf Süßigkeiten, Kaffee, Kakao, Alkohol, Zigaretten und sonstige Genussmittel, denn sie lassen im Körper Säure entstehen.

Solltest Du Dich mit den notwendigen Veränderungen überfordert fühlen, so kannst Du eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

 

Quellen:

 

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