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Balast- bzw. FörderstoffeDrucken

Die Bezeichnung Ballaststoffe ist aus meiner Sicht etwas irreführend, den die gemeinten Stoffe sind nicht belastend für den Körper sondern fördern u.a. die Verdauung daher bevorzuge ich von Förderstoffen zu sprechen.

Eine Förderstoffreiche Ernährung kann viele Magen-Darm-Erkrankungen, wie z.B. Verstopfung, Divertikulose, Darmkrebs, Hämorrhoiden, sowie Stoffwechselerkrankungen wie Fettsucht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Bluthochdruck vorbeugen.

Förderstoffe (auch Faserstoffe oder Pflanzenfasern genannt) sind Gerüst- und Stützsubstanzen der Pflanzen. Tierische Produkte dagegen sind praktisch frei von diesen.

Bei den Förderstoffen handelt es sich meist um Kohlenhydrate mit geringen Kalorien. Enzyme der Mikroorganismen des Dickdarms spalten und fermentieren diese Stoffe und dadurch entstehen die für die Energieversorgung des Körpers wichtigen kurzkettigen Fettsäuren.

Zu den Förderstoffen gehören Cellulose, Hemicellulose, Pektin, Agar-Agar, Lignin usw.

Wie wirken Förderstoffe?

Grundsätzlich bewirken sie, dass die Nahrung länger und besser gekaut werden muss. Sie füllen den Magen und wirken dadurch sättigend, lassen den Blutzucker langsamer ansteigen und sorgen durch ihre Unverdaulichkeit für eine geregelte Verdauung. Das hilft beim Abnehmen und Gewicht halten – auch weil förderstoffreiche Speisen bei gleichem Volumen eine geringere Energiedichte haben als förderstoffarmes Essen. Außerdem hemmen sie fett-spaltende Enzyme, wodurch weniger Fett aus der Nahrung in den Körper aufgenommen werden kann.

Eine förderstoffreiche Ernährung kann einiges bewirken z.B.:

  • das Erkrankungsrisiko der koronaren Herzkrankheit und somit das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden vermindern
  • das Risiko reduzieren cholesterinhaltige Gallensteine zu bekommen
  • Gallensäure binden und ausleiten, das kurbelt die Produktion neuer Gallensäure im Blut an, wobei Cholesterin verbraucht wird, dadurch wird der Cholesterinspiegel gesenkt
  • Divertikulose behandeln
  • die Dickdarm-Mobilität steigern
  • das Risiko reduzieren, chronisch im Darm zu erkranken

Förderstoffe sind ausschließlich in pflanzlichen Produkten enthalten, insbesondere in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Salate, Sprossen und Obst. Eine Umstellung auf eine förderstoffreiche Kost ist daher sehr sinnvoll, sollte aber überlegt werden, denn am Anfang kann es zur vermehrten Gasbildung bzw. zu Verstopfung kommen.

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