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Bakterien gegen DepressionenDrucken

Das jahrtausendalte Lebenskonzept des indischen Ayurveda und der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist so weit verbreitet, dass sich selbst die westlichen Schulmediziner ernsthaft mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Darmflora auseinandersetzen. So ist es inzwischen wissenschaftlich klar, dass die „guten“ Darmbakterien unser Immunsystem stärken und die „schlechten“ es erheblich schwächen.

Die Darmflora beeinflusst unsere Emotionen

Es geht um Ihren Darm BuchEine interessante Studie vom Juni 2013 – veröffentlicht im Fachmagazin Gastroenterology – zeigte Zusammenhänge zwischen der Darmflora und der Entstehung von Depressionen. Zuerst wurden Versuche an Labormäusen durchgeführt, wobei man die Stressresistenz der Tiere beobachtete. Solange das Futter mit Probiotika versehen wurde, haben die Mäuse den Stress gut vertragen. Die Forscher der Universität of California konnten nachweisen, dass dieser Mechanismus auch bei Menschen wirkt. Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang die Aussage von Frau Dr. Kirsten Tillisch, Medizinprofessorin an der oben genannten Universität:

Unsere Studie zeigt nun, dass nicht nur das Gehirn den Darm beeinflussen kann, sondern dass sehr wohl auch umgekehrt der Darm das Gehirn und damit das emotionale Befinden des Menschen beeinflusst.

Ruhe und Gelassenheit Dank Probiotika

Frau Dr. Tillisch konnte nachweisen, dass Probiotika positiv auf bestimmte Gehirnareale wirken, welche in Zusammenhang mit mentalen Störungen stehen. Die Darmsanierung sollte somit ein fixer Bestandteil der ärztlichen Behandlung auch bei psychischen Krankheiten sein.

Heilung durch Darmsanierung

Probiotiker

Eine Ärztin und Buchautorin, Frau Dr. Natasha Campbell-Mc Bride, zeigt in ihrem Buch Gut and Psychology Syndrome ihren revolutionären Behandlungsansatz in Bezug auf autistische Kinder. Sie verfügt über umfangreiche Daten zu Patienten, deren Darmflora offenbar hauptsächlich an der Entstehung der psychischen Störung beteiligt war. Nachdem sie erfolgreich ihren eigenen Sohn vom Autismus heilen konnte, öffnete Dr. Mc Bride in Grossbritannien eine pädiatrische Arztpraxis mit dem Schwerpunkt: Entzündliche Darmerkrankungen, Nahrungsmittelallergien, ADHS, ADS, mentale und emotionale bis hin zu autistischen Störungen durch Sanierung der Darmflora in Kombination mit einer besonderen Ernährungsweise.

Eine Dysbiose fördert mentale Störungen

Eine entgleiste Darmflora verursacht zunächst Verdauungsbeschwerden aller Art, wie Blähungen, Verstopfung, Durchfälle, Bauchschmerzen, Entzündungen, Reflux und vieles mehr. Die gesunde Darmflora ist am Stoffwechsel maßgeblich beteiligt, wodurch der Körper die nötigen Nährstoffe erhält. Eine Störung der Darmflora führt ergo dessen  zu einem Mangel an notwendigen Nährstoffen und somit einer Unterversorgung in praktisch allen wesentlichen Bereichen. Da im Darm 80% des Immunsystems verankert sind, ist die Entgleisung des Immunsystems vorprogrammiert. Allergien und Unverträglichkeiten haben dadurch leichtes Spiel. Darüber hinaus produzieren schädliche Bakterien giftige Stoffwechselendprodukte (Schlacken). Diese gelangen durch die geschädigte Darmschleimhaut leicht in den Blutkreislauf, somit auch ins Gehirn, wo sie allerlei Unheil hervorrufen.

Was können wir tun?

Für schnell Entschlossene kann es an dieser Stelle schon klar sein, was zu tun ist: nämlich Probiotika in Kapselform kaufen und schlucken. Als eine kurzfristige Maßnahme wäre das durchaus vertretbar. Aber wer möchte ein Leben lang Kapseln schlucken? Eine Lebensstilanpassung und Ernährungsumstellung bringen hier dauerhafte und gewünschte Ergebnisse. Wenn Du dazu eine professionelle Unterstützung brauchst, melde Dich einfach. Einige Sofort-Tipps gibt es hier.

Quelle:

 

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